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Meine Philosophie : Wissen, Gefühl und Technik

In meiner Arbeit als Reitlehrerin, Pferdeausbilderin und Physiotherapeutin habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass Wissen, Gefühl und Technik die Säulen eines jeden Trainings und einer jeden Behandlung sein müssen.

Ohne Wissen um die psychische und physische Beschaffenheit eines Pferdes ( und auch des dazugehörigen Reiters ! ), das heisst, um die anatomischen bzw. biomechanischen Gegebenheiten und Verhaltensweisen sowie Charaktere, sind ein sinnvoller und korrekter Trainings- oder Behandlungsaufbau nicht möglich. Nur durch ein fundiertes und breitgefächertes Wissen ist es möglich, den Trainings- und Behandlungsablauf so zu gestalten, dass er mit einem möglichst geringen Maß an Stress und Unbehagen einhergeht ( nicht immer sind Stress und Unbehagen vermeidbar, aber Stress und Unbehagen dürfen NIEMALS zur Methode oder Normalität gehören ! )

Ohne Gefühl ist es fast unmöglich, das richtige Maß in der Anwendung der Trainings- oder Behandlungsmethoden zu finden. Die Fähigkeit, empathisch auf Pferd und Reiter einzugehen, ist notwendig, um die körperlichen oder emotionalen Probleme zu erkennen und die passende Methode und ihr Ausmaß zu wählen. Ebenso ist es Aufgabe eines Reitlehrers bzw. Pferdeausbilders, dem Pferd durch das Trainings zu einem besseren Körpergefühl zu verhelfen, sowie dem Reiter Gefühl für die Bewegungen und Reaktionen seines Tieres zu vermitteln. Dies muss ein wesentlicher Bestandteil einer Reiterausbildung sein, denn nur durch die Entwicklung des Gefühls für das Pferd ( im Amerikanischen so schön mit Horsemanship bezeichnet ) wird der Reiter überhaupt zu sanftem und harmonischem Reiten finden können.

Ohne Technik (die Erkenntnis und Beherrschung der Mittel, um ein Ziel zu erreichen ) ist es wiederum sehr schwierig, das erworbene Wissen und Gefühl „ans Pferd zu bringen“. Pferd und Reiter müssen zum Einen die Techniken der Bewegungsabläufe verinnerlichen und automatisieren, um eine gemeinsame, mühelose Zusammenarbeit zu erreichen und Bewegungen möglichst korrekt ( d.h. mit möglichst physiologischer und Belastung des Bewegungsapparates ) und damit schonend ausführen zu können. Doch zum Anderen ist der Reiter gefragt, sich klar zu machen, wie er das Pferd möglichst stressfrei beeinflussen kann, um es zu bestimmten Reaktionen zu veranlassen. Besonders wichtig ist hierbei, dass er immer Methoden anwendet, die in einem logischen System folgerichtig angeordnet sind und so für das Pferd verständlich sind ( auch die Ziele, die erreicht werden sollen, sollen in so einem logischen System angeordnet sein – vgl. hierzu die Skala der Ausbildung der FN ! ).

Auf diesen drei Säulen sind meine Trainings- und Behandlungsmethodik gegründet und ich erachte sie als unerlässlich, um ein Trainings- und Behandlungskonzept zu entwerfen, das fähig ist, das Pferd so zu formen, dass es möglichst schadensfrei den Reiter auf seinem Rücken tragen und ihm so möglichst lange ein glücklicher Partner sein kann ( dabei ist es nicht entscheidend, ob ein Pferd als Sport- oder Freizeitpferd eingesetzt wird, da jedes Pferd, das geritten wird, bestimmte körperliche und emotionale Voraussetzungen erfüllen sollte, um gesund bleiben zu können ! )

 

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